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    Hier finden Sie Hintergrundinformationen zu dem für den Verkehr in der Region München wichtigen Bauprojekt sowie aktuelle Neuigkeiten zu den einzelnen Bauphasen.

  • Ausbau Föhringer Ring – für eine verkehrsfitte Region

Ausbau Föhringer Ring

WIR MACHEN MÜNCHEN VERKEHRSFIT – WEGE AUS DEM STAU – AUSBAU DES
FÖHRINGER RINGS AUF VIER SPUREN.

Für eine verkehrsfitte Region

 

Der Föhringer Ring gehört bereits heute zu den meistbefahrenen Straßenabschnitten im Großraum München. Für das Jahr 2025 sagen Prognosen einen weiteren Anstieg des Verkehrs auf bis zu 74.000 Fahrzeuge pro Werktag voraus. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer mittelgroßen bayerischen Stadt wie Bayreuth oder Bamberg. Das steigende Verkehrsaufkommen stellt nicht nur die Geduld der Autofahrer durch lange Staus, Verzögerungen und ein erhöhtes Unfallrisiko auf die Probe, sondern geht auch den Straßen und Brücken auf der Strecke im wahrsten Sinne des Wortes an die Substanz. Insbesondere der Zustand der Isarbrücke hat sich in den letzten Jahren signifikant verschlechtert. Es gibt also dringenden Handlungsbedarf.

In der Vereinbarung zum Ausbau des Föhringer Rings zwischen dem Freistaat Bayern, der Landeshautstadt München und der Gemeinde Unterföhring wurde die Fertigstellung des Ausbaus auf 2025 datiert. Damit soll die angespannte Verkehrslage und die Verkehrssicherheit verbessert sowie der Zustand der Infrastruktur wiederhergestellt werden. Auch die Anbindung des Nordostens von München und der umliegenden Gemeinden wird durch den Ausbau des Föhringer Rings langfristig sichergestellt.

Erste Bauarbeiten haben schon stattgefunden. Die Erneuerung der Brücke zur Überführung der Münchner Straße (Unterföhring) über den Föhringer Ring wurde bereits realisiert – unter Berücksichtigung des vierstreifigen Ausbaus. Die weiteren Schritte folgen nun in verschiedenen Bauphasen. Aufgrund der Bedeutung des Föhringer Rings im Streckennetz des Münchner Nordostens muss die Befahrbarkeit auch während der einzelnen Bauphasen gewährleistet sein. Dies erfordert eine gewissenhafte und detaillierte Planung. Nur so kann die logistische Herausforderung des Streckenbaus unter laufendem Verkehr auf einem der wichtigsten Streckenabschnitte im Münchner Nordosten bewältigt werden.

Die Umsetzung der Bauphasen Isarbrücke Süd, Isarbrücke Nord, Strecke West und Strecke Ost wird in den Jahren 2019 bis 2025 schrittweise erfolgen. Informationen zu den einzelnen Bauphasen finden Sie hier: Bauphasen.

AKTUELLES

HIER FINDEN SIE UNSEREN AKTUELLEN BAUFORTSCHRITT

DIE GESCHICHTE

Geschichte

Durch die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung im Münchner Norden und in den angrenzenden Gemeinden steigt das Verkehrsaufkommen auf dem Föhringer Ring seit Jahren stetig an. Aktuelle Zählungen ergeben, dass an Werktagen bis zu 50.000 Fahrzeuge den Streckenabschnitt befahren. Mit dem Ausbau soll eine bessere und zuverlässigere Verkehrsanbindung durch den Individualverkehr und den öffentlichen Verkehr erreicht werden. Das Baurecht für den zweibahnigen Ausbau wurde im Jahr 2004 durch den Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern erteilt. Die Erneuerung der Überführung der Münchner Straße wurde bereits im Jahr 2010 abgeschlossen und berücksichtigt den vierstreifigen Ausbau des Föhringer Rings. Mehrere Unternehmen in Unterföhring unterstützen das Vorhaben. 2017 beschloss auch der Münchner Stadtrat den Ausbau zu befürworten.

Situation

Das derzeit hohe Verkehrsaufkommen von bis zu 50.000 Fahrzeugen an Werktagen, die sukzessive Verschlechterung des Bauwerkzustandes der Isarbrücke und die Notwendigkeit einer langfristigen Verbesserung der Verkehrssituation für alle Anwohner und Pendler erfordern den Ausbau des Föhringer Rings. Die Erweiterung des Föhringer Rings auf vier Fahrstreifen ist zudem ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Infrastruktur im Nordosten Münchens sowie die Basis für eine weitere Entwicklung der Region. Kernstück des Ausbaus ist der Neubau der alten Isarbrücke (Herzog-Heinrich-Brücke). Auf der aus dem Jahr 1962 stammenden, zweistreifigen Brücke darf seit 2008 nur noch Tempo 50 gefahren werden. Wer von der Münchener Straße in Unterföhring auf den Föhringer Ring fährt, muss zudem vorsichtig einfädeln. Mit dem Ausbau wird sich das nachhaltig ändern: Eine 250 Meter lange Auffahrt wird das Einfahren deutlich verbessern und die ebenso lange Ausfahrt wird den Verkehrsfluss zusätzlich beschleunigen.

Baulänge

Insgesamt erfolgt der Ausbau auf einer Länge von 1,9 Kilometern. Davon befinden sich 1,2 Kilometer auf dem Stadtgebiet Münchens und 0,7 Kilometer auf dem Gebiet der Gemeinde Unterföhring.

Kartenausschnitt

Der Föhringer Ring (Staatsstraße 2088) verläuft vom Autobahnanschluss „München – Frankfurter Ring“ der Bundesautobahn A 9 nach Osten über die Stadtgrenze der Landeshauptstadt München hinaus in die Gemeinde Unterföhring. Der Ausbau des Föhringer Rings reicht bis kurz vor die Anbindung der Kreisstraße M 3 beim Heizkraftwerk Nord (zum Kartenausschnitt).

Prognose

Das Verkehrsaufkommen auf dem Föhringer Ring soll laut Prognosen weiter ansteigen: von heute rund 50.000 Fahrzeugen auf bis zu 74.000 Kraftfahrzeuge an Werktagen im Jahr 2025. Das entspricht einer Steigerung in den nächsten Jahren um fast 50 Prozent. Dieser Anstieg wird zusätzlich für mehr Staus und ein höheres Unfallrisiko sorgen. Ohne den Ausbau kann diesen Risiken nicht mehr wirkungsvoll begegnet werden.

Kosten

Die Kosten für Planung, Grunderwerb und Bau belaufen sich auf rund 52,2 Mio. Euro. Davon trägt der Freistaat Bayern mit 42 Mio. Euro den Großteil. Die Landeshauptstadt München sowie die Gemeinde Unterföhring beteiligen sich mit jeweils fünf Millionen Euro zu gleichen Teilen an dem Projekt.

PROGNOSE VERKEHRSAUFKOMMEN BIS 2025

41823

KFZ / 24 Stunden
Daten lt. Straßenverkehrszählung

– 2010 –

46596

KFZ / 24 Stunden
Daten lt. Straßenverkehrszählung

– 2015 –

74000

KFZ / 24 Stunden
Prognose

– 2025 –

BAUPHASEN

Isarbrücke Süd

Für die Realisierung des Ausbaus des Föhringer Rings von zwei auf vier Fahrstreifen ist der Neubau zweier Brücken über die Isar und den Isarkanal erforderlich (Isarbrücke Süd und Isarbrücke Nord). Bei den Bauwerksbemessungen werden aktuelle Lastmodelle zugrunde gelegt, die dem zunehmenden Verkehrsaufkommen und den steigenden Verkehrslasten im Vorfeld Rechnung tragen. Denn die neuen Brücken sollen ohne größere bauliche Eingriffe ihren Zweck zumindest für die nächsten 80 Jahre erfüllen.

Bevor die 170 Meter lange Isarbrücke Süd – südlich der bestehenden Herzog-Heinrich-Brücke – gebaut werden kann, sind einige vorbereitende Arbeiten erforderlich. Um das Baufeld frei zu machen, wird Bewuchs entfernt, werden Kampfmittel sondiert, archäologische Untersuchungen durchgeführt, das Baufeld mittels Zufahrten erschlossen und – falls erforderlich – Versorgungsleitungen verlegt. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, können die Brückenbauarbeiten beginnen.

Der Bau der neuen Brücke wird in 2019 beginnen und unmittelbar südlich der bestehenden Brücke erfolgen. Dies hat den Vorteil, dass der Verkehr während der Bauzeit weitestgehend ungestört auf der Herzog-Heinrich-Brücke weiterlaufen kann. Nach der Fertigstellung des Neubaus wird der Verkehr auf die neue Brücke umgelegt. Erst dann wird die bestehende Brücke abgebrochen und an gleicher Stelle neu gebaut (Isarbrücke Nord). Nach Abschluss des Ausbaus des Föhringer Rings wird auf der Isarbrücke Süd neben den zwei Fahrstreifen Richtung Osten auch ein Ausfädelstreifen Richtung Unterföhring/Oberföhring zur Münchner Straße über das Bauwerk geführt. Damit wird neben der Leistungsfähigkeit auch die Verkehrssicherheit wesentlich verbessert.

Strecke Ost

In den Jahren 2020 bis 2022 erfolgt der Ausbau des östlichen Streckenabschnittes zwischen Isar und Isarkanal sowie der Kreisstraße M 3. Nach Fertigstellung dieses Bauabschnittes stehen zwei voneinander getrennte Fahrbahnen für jede Fahrtrichtung mit jeweils zwei Fahrstreifen und einem durchgehenden Verflechtungsstreifen zur Verfügung. Letztere ermöglichen ein reibungsloses Einreihen der Verkehrsströme auf dem Föhringer Ring zwischen den Verbindungen mit der Münchner Straße (Staatsstraße 2053) im Westen und der Kreisstraße M 3 im Osten. Während der Bauzeit wird der Verkehr auf diesem Streckenabschnitt weitestgehend aufrechterhalten. Lediglich bei Arbeiten in den Anschlussbereichen der Münchner Straße und der Kreisstraße M 3 können nicht alle Fahrbeziehungen zu jeder Zeit aufrechterhalten werden. Diese Arbeiten werden – soweit möglich – in verkehrsarmen Zeiten mit entsprechender Vorankündigung durchgeführt.

Isarbrücke Nord

In dieser Bauphase wird in den Jahren 2022 bis 2024 die alte Isarbrücke abgerissen und neu gebaut. Die regelmäßig durchgeführten Bauwerksprüfungen belegen, dass sich der Zustand der als Herzog-Heinrich-Brücke bekannten Isarbrücke kontinuierlich verschlechtert. Aufgrund des voranschreitenden Alters des Bauwerkes und der steigenden Verkehrsbelastung lässt sich diese Entwicklung nicht aufhalten. Bei einer weiteren Verschlechterung des Bauwerkszustandes müsste eine Tonnagebeschränkung in Erwägung gezogen werden, um die Verkehrssicherheit weiterhin gewährleisten zu können. Aufgrund des beim Bau der alten Brücke verwendeten Spannstahls ist auch eine Sanierung aus Aspekten der Wirtschaftlichkeit nicht zielführend. Das bestehende Bauwerk muss daher abgerissen werden, ein Neubau ist zwingend erforderlich. Bei der Bauwerksbemessung legt das Staatliche Bauamt Freising aktuelle Lastmodelle zugrunde, die dem zunehmenden Verkehrsaufkommen und den steigenden Verkehrslasten Rechnung tragen. Denn die neue Isarbrücke soll ohne größere bauliche Eingriffe ihren Zweck für die nächsten 80 Jahre erfüllen.

Strecke West

Der Ausbau des westlichen Streckenabschnittes zwischen der A 9 und der Ungererstraße im Westen und der Isar im Osten erfolgt In den Jahren 2022 bis 2025. In diesem Streckenabschnitt sind vier Brückenbauwerke enthalten:

  • über den Garchinger Mühlbach,
  • über die Sondermeierstraße,
  • über den Schwabinger Bach und
  • über den Eiskanal.

Aufgrund des Alters und der Konstruktionsform der bestehenden Bauwerke können diese unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit nicht an die neuen Anforderungen angepasst werden. Auch diese vier Brücken werden daher im Zuge des Ausbaus abgerissen und neu gebaut.

Nach Fertigstellung dieses Bauabschnittes stehen zwei getrennte Fahrbahnen mit je zwei Fahrstreifen für jede Fahrtrichtung zur Verfügung. Im westlichen Anschlussbereich teilen sich diese in jeweils einen Fahrstreifen für die Anschlussstelle Frankfurter Ring der A 9 und einen für die Anbindung an die Ungererstraße auf. Wer von Westen kommt, muss dann nicht mehr im Reißverschlussverfahren einfädeln. Wer in Richtung Westen fährt, kann umgekehrt einen Fahrstreifen in Richtung Ungererstraße und einen in Richtung Anschlussstelle Frankfurter Ring nutzen. Während der Bauzeit wird der Verkehr auf diesem Streckenabschnitt weitestgehend aufrechterhalten. Lediglich bei Arbeiten in den Anschlussbereichen können nicht alle Fahrbeziehungen zu jeder Zeit aufrechterhalten werden. Diese Arbeiten sollen aber – soweit möglich – in verkehrsarmen Zeiten mit entsprechender Vorankündigung durchgeführt werden.

Süddeutsche Zeitung:

Pendler und Gelegenheitsfahrer müssen sich in den kommenden Jahren auf Einschränkungen am Föhringer Ring einstellen. Der nach langer Debatte im Jahr 2017 beschlossene Ausbau der zentralen Ost-West-Verbindung im Münchner Norden von zwei auf vier Spuren hat nun offiziell begonnen. In den kommenden sechs Jahren soll die Strecke auf einer Länge von 1900 Metern in vier Abschnitten ausgebaut werden. Herzstück der Operation sind der Abriss und der Neubau der Herzog-Heinrich-Brücke über die Isar, die um eine weitere Brücke ergänzt wird.

Stadtportal www.muenchen.de:

Ost-West-Verbindung wird auf vier Spuren ausgebaut: Der vierspurige Ausbau des Föhringer Rings hat offiziell begonnen. In den kommenden sechs Jahren wird die wichtige Verbindung im Münchner Norden in vier Abschnitten ausgebaut. Was alles gemacht wird und warum der Ausbau so komplex ist.

tz:

In vier Bauphasen wird der knapp zwei Kilometer lange Straßenabschnitt zwischen Oberföhring und der Autobahn A9 bis zum Jahr 2025 für den Verkehr fit gemacht. Zudem wird es zehn neue Brücken geben. Und: Zum Schutz der Fledermäuse gibt’s im Laufe der Rodungen einen vier Meter hohen Maschendrahtzaun. Brückenschutz für die Fledermäuse!

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